Bild von einer Kuh

Bienen aktiv schützen mit bienenfreundlichen Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten

Bienen leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Fruchtertrag vieler Gemüse-, Obst- und Ackerkulturen.

Doch es ist schwierig für die Bienen geworden, über das ganze Jahr Nahrung zu finden. Für das Wohl der Bienen können viele Menschen etwas beitragen. Bei der Auswahl von Pflanzen für den Balkon oder den Garten können alle auf Bienenfreundlichkeit achten.

Dazu ist das Bienenlexikon der Bienen-App eine gute Hilfe. Mehr als 130 Pflanzen sind dort aufgeführt. In alphabetischer Reihenfolge finden Interessierte die Pflanzen mit Fotos und Hinweisen auf geeignete Standorte, ihren Blütenzeitraum und natürlich die Bienenfreundlichkeit. Die Bienen-App mit dem Lexikon hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt. Die App bietet neben dem Pflanzenlexikon viel Hintergrundwissen über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen sowie ihre Gewohnheiten. In einem Bienenquiz kann dann auch das eigene Wissen getestet werden.

Initiative Bienen füttern

Mit der Initiative "Bienen füttern" sollen mehr Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam werden, was sie aktiv für die Bienen tun können. Verbraucher können bienenfreundliche Pflanzen aussuchen anstatt Pflanzen, die für Bienen eher kaum einen Wert haben. Über 500 Garten-Center, Baumärkte und Einzelhandelsgärtnereien beteiligen sich bereits seit 2014 an der Initiative, indem sie Informationsbereiche für den Bienenschutz eingerichtet haben.

Das BMEL hat am 28. März 2017 eine neue Webseite freigeschaltet, auf der alle, die bienenfreundliche Pflanzen gepflanzt haben, diese auf einer Karte eintragen können. Anschließend können sich die Teilnehmenden für ein Gewinnspiel registrieren lassen und ein Insektenhotel gewinnen. Darüber hinaus können sich alle Interessierten über Bienenfakten informieren und sich weiteres Wissen zu Bienen aneignen.

www.bienenfuettern.de

Verbesserung der Bienengesundheit

Leider haben die Honigbienen in den letzten Jahren Anlass zur Sorge gegeben, denn es kam wiederholt zu größeren Winterverlusten bei Bienenvölkern. Das BMEL nimmt diese Entwicklung sehr ernst und ergreift daher gezielte Maßnahmen. So fördert das Ministerium ein breites Spektrum an Forschungsvorhaben, um die Ursachen für Winterverluste bei Bienenvölkern zu identifizieren und um die Bienengesundheit zu verbessern. Zudem werden Anreize für die Landwirtschaft gesetzt, die Lebensbedingungen für Bienen zu verbessern.

Maßnahmen zum Schutz der Bienen auf europäischer Ebene

Die Europäische Union hat zum Schutz der Bienen die Anwendung von einigen Pflanzenschutzmitteln deutlich eingeschränkt. Dabei war dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wichtig, dass das bereits bestehende hohe Schutzniveau bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland aufrechterhalten werden konnte.

Ein wenig Hintergrund zu Bienen

Bienen sind für die Nahrungskette des Menschen und für unser Ökosystem unverzichtbar. Rund 560 verschiedene heimische Wildbienenarten (darunter mehr als 30 heimische Hummelarten) sichern die biologische Vielfalt.

Bienen brauchen blühende Pflanzen - der süße Nektar der Blüten ist ihr Grundnahrungsmittel. Während die Bienen von einer Blüte zur nächsten fliegen, verteilen sie auch die wichtigen Pollen auf den Blüten. Denn nur so kann sich ein Großteil unserer Pflanzen überhaupt vermehren und Früchte tragen. Bienen sind damit für unser Ökosystem unverzichtbar.

Weitere Informationen über Aktivitäten des BMEL:

www.bmel.de/bienen

Quelle: serkucher - Fotolia.com
Die Smartphone-App für Bienenfreunde, Quelle: BMEL