Bild von einer Kuh

Am Ei erkennen, wie die Hennen gehalten werden

Damit Sie Ihre Ostereier richtig einschätzen, geben wir Hilfestellung zur Kennzeichnung der Haltungsformen von Eiern. Der Code auf dem Ei zeigt, wo es herkommt. Seit Januar 2004 müssen alle Hühnereier, die in Deutschland verkauft werden, grundsätzlich einen Stempel tragen, den sogenannten "Erzeugercode". Dieser Code besteht laut der Vermarktungsnorm der Europäischen Union (EU) für Eier aus Ziffern und Buchstaben, so zum Beispiel "1-DE-0212341".

Die erste Ziffer gibt an, wie die Henne gehalten wurde: 0 heißt ökologische Haltung, 1 Freilandhaltung, 2 heißt Bodenhaltung und 3 steht für Kleingruppenhaltung. Danach folgt das Länderkürzel, zum Beispiel DE für Deutschland. Anschließend folgt die Betriebsnummer, mit der das Ei bis zum Betrieb und zum Stall zurückzuverfolgen ist.

Gefärbte Eier sind jedoch nicht gekennzeichnet und somit können Verbraucherinnen und Verbraucher auch nicht erkennen, aus welcher Haltungsform diese Eier kommen.

Wussten Sie, wie sich die Haltungsformen in Deutschland verteilen?

Die meisten Legehennen in Deutschland leben in Bodenhaltung (62 Prozent, Zahlen aus 2018, Betriebe mit mehr als 3.000 Legehennen), meist zu Zehntausenden in Volieren mit mehreren offenen Etagen. In einer Einstreu aus Stroh oder Hobelspänen können sie scharren, picken und im Staub baden. In der Freilandhaltung haben die Hennen zusätzlich Auslauf ins Freie. 18 Prozent der Legehennen werden so gehalten. 11 Prozent leben in ökologischer Haltung. Die Zahl der Legehennen, die in der sogenannten Kleingruppenhaltung in Gruppen von bis zu etwa 65 Tieren in ausgestalteten Volieren mit Sitzstangen, Legenestern und Scharrbereich leben, sank auf 9 Prozent. Diese Haltungsform ist noch bis 2025 erlaubt.

Weitere Informationen

Lebensbedingungen von Legehennen – zur Kennzeichnung von Hühnereiern

Hühnerleben und Tierwohl

Der Code auf dem Ei zeigt, aus welcher Haltung die Eier kommen, Quelle: Jan Schuler - adobe.stock.com