Bild von einer Kuh

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich aus

Deutsche Landwirte fürchten finanzielle Einbußen, wenn die Afrikanische Schweinepest sich weiter ausbreitet, nach Deutschland gelangt und hiesige Schweinebestände befällt.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Sie ist hochgradig ansteckend, einen Impfstoff gibt es nicht. Die Krankheit verläuft immer tödlich.

Keine Gefahr für den Menschen

Für den Menschen ist die Seuche ungefährlich. Menschen können die Seuche jedoch übertragen, da mit dem Virus verunreinigte Kleidung, Gegenstände oder Essensreste ausreichen, um den Erreger über weite Entfernungen zu transportieren. Es muss also nicht unmittelbar zum Kontakt zwischen Wild- und Hausschwein kommen, der Mensch ist ein Risikofaktor. Daher werden alle aufgerufen, achtsam zu sein und Reste von Reiseproviant nicht achtlos weg zu werfen sondern so zu entsorgen, dass Wildschweine nicht drankommen können.

Ursprünglich in afrikanischen Ländern südlich der Sahara verbreitet

Das Virus hat seinen Ursprung im südlichen Afrika und breitet sich seit 2014 in Osteuropa immer weiter aus. Im Juni 2007 wurden die ersten Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest aus Georgien gemeldet. Als Ursache wird die illegale Entsorgung von Speiseabfällen vermutet, die den Erreger enthielten. Bisher ist die Seuche in Deutschland noch nie aufgetreten. Eine Einschleppung der ASP nach Deutschland würde neben den Auswirkungen für die Tiere auch schwere wirtschaftliche Folgen mit sich bringen. Kritisch wäre eine Einschleppung in die Wildschweinepopulation, da hier die Möglichkeiten einer Seuchenbekämpfung begrenzt sind. Wildschweine gelten als einer der Hauptüberträger der Afrikanischen Schweinepest.

Deutsche Schweinehalter machen sich Sorgen

Die Konsequenzen für die deutschen Schweinehalter bei einer Einschleppung wären verheerend. Ein einziges krankes Schwein führt zum sogenannten „Keulen“ ganzer Bestände. Sind Tierhalter mit großen Beständen betroffen, kann das zum Tode von tausenden Schweinen führen. Es gibt dabei auch keinen Unterschied zwischen großen oder kleinen und konventionell oder ökologisch arbeitenden Betrieben, alle sind gleichermaßen betroffen, da das Infektionsrisiko überall gleich hoch ist.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat einige Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest zusammengestellt und veröffentlicht, dort können Sie sich noch weiter informieren.

Weitere Informationen

BMEL: Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest

Friedrich-Loeffler-Institut: Informationen zum aktuellen Tierseuchengeschehen

Interview mit einem Experten für Bioschweinehaltung am Thünen-Institut für Ökologischen Landbau

Wildschweine halten sich nicht an Grenzen und übertragen die Seuche, Quelle: kyslynskyy - stock.adobe.com