Bild von einer Kuh

Für Tierschutz im Reitsport sensibilisieren

Um auf die Notwendigkeit für mehr Tierschutz im Umgang mit Pferden aufmerksam zu machen, gibt es den Tierschutzpreis im Pferdesport.

Gerade der verhaltens- und tierschutzgerechte Umgang mit Sportpferden bei der Haltung und Ausbildung, beim Training und bei der Nutzung verlangt eine hohe Kompetenz und erhebliches persönliches Engagement. Für dieses Engagement von Reitern und Züchtern vergibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen der Bundeschampionate, die jedes Jahr in Warendorf stattfinden, gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) einen Tierschutzpreis.

In verschiedenen Disziplinen werden Reiterinnen und Reiter mit diesem Sonderehrenpreis ausgezeichnet, die auf dem Vorbereitungsplatz und in der Prüfung durch ein besonders pferdefreundliches Verhalten aufgefallen sind. Durch die Preisvergabe soll auf einen tiergerechteren Umgang mit Pferden in Freizeit und Sport hingewirkt und Reiterinnen und Reiter, ebenso wie die Richter und das Publikum, für das Thema Tierschutz im Pferdesport sensibilisiert werden.

Diese Tierschutzpreise werden auch beim diesjährigen Bundeschampionat, das am kommenden Wochenende (Finale 07./08.09.) stattfindet, wieder getrennt nach den Disziplinen für Großpferde und Ponys vergeben.

Die BMEL-Tierschutzpreise werden bei den Bundeschampionaten als Sonderehrenpreise getrennt nach den einzelnen Disziplinen (Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Reitpferde, Fahrpferde) sowie nach Großpferden und Ponys vergeben. 2019 sollen die Tierschutzpreise in insgesamt 20 Finalprüfungen vergeben werden. Die Beurteilung der Reiterinnen und Reiter erfolgt hierbei während der Vorbereitung der Pferde auf die Prüfungen und im Anschluss daran durch eine Jury, die von der FN auf Grund ihrer fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten berufen wird. Diese Jury umfasst neben Mitgliedern des FN-Fachbeirates Tierschutz und dem jeweiligen Richter des Vorbereitungsplatzes auch Vertreter von Tierschutzorganisationen, Landwirtschaftskammern und Pferdeverbänden sowie niedergelassene Tierärzte und Mitglieder der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Als Preise werden jeweils eine Urkunde sowie die im Pferdesport übliche Schleife und Abschwitzdecke für die Pferde vergeben.

Seit 2014 vergibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung beim jährlichen Bundeschampionat in Warendorf im Münsterland die Tierschutzpreise für einen besonders pferdefreundlichen Umgang mit Sportpferden. Hintergrund dafür ist, dass bei Turnieren auf dem Vorbereitungsplatz Praktiken zu beobachten waren, die nicht mit dem Tierwohl zu vereinbaren sind.

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Das Pferd: Freizeit- und Sportpartner

Tierschutzgerechtes Umgehen mit dem Pferd verlangt ein persönliches Engagement, Quelle: © lichtreflexe – stock.adobe.com