Bild von einer Kuh

Martins- und Weihnachtsgänse - Tierschutzbestimmungen in Deutschland

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch spiegelt dessen Beliebtheit wider. Im Durchschnitt verzehren die Deutschen 12,5 kg Geflügelfleisch im Jahr. Der Anteil des Gänsefleisches an dieser Zahl ist mit 300 g bis 400 g im Jahr allerdings sehr gering. Die Gans ist nach wie vor ein Festtagsbraten, ihre Produktion hat deshalb Saisoncharakter. Im Jahr 2018 wurden über 3.000 t Gänsefleisch in Deutschland produziert, das sind über 600.000 Tiere (Quelle: Destatis).

Die Haltung von Gänsen unterliegt in Deutschland den Vorgaben durch das Tierschutzgesetz und den allgemeinen Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Kernanforderung ist dabei eine artgemäße und verhaltensgerechte Ernährung, Pflege und Unterbringung.

Das Tierschutzgesetz bestimmt in § 3, dass es verboten ist, einem Tier zwangsweise Futter einzuverleiben, sofern dies nicht aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Die Zwangsfütterung von Gänsen (und Enten) ist also in Deutschland generell verboten. Ausnahmen sind nicht zulässig!

Am leichtesten ist es, sich vor Ort ein Bild über die Haltungsbedingungen der Tiere zu machen. Vielleicht kennen Sie einen Geflügelhof in Ihrer Nähe, der Gänse tiergerecht hält, mit Auslauf und Frischfutter – und Direktvermarktung. Viele Menschen wollen sehen, wo die Gans herkommt, die sie essen. Und manche haben sie dann den Sommer über auf der Weide beobachten können.

Weitere Informationen

Gänsehaltung – Tierschutzbestimmungen in Deutschland

Gänse auf der Weide, Quelle: lizaelesina - stock.adobe.com