Bild von einer Kuh

Reisende bitte aufmerksam sein, damit die Afrikanische Schweinepest nicht nach Deutschland eingeschleppt wird

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bittet Reisende, ihre Speisereste nicht achtlos weg zu werfen, sondern nur in verschlossene Müllbehälter zu entsorgen. Am 21. Juni 2017 ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik festgestellt worden. Deshalb beobachten die deutschen Behörden die Situation derzeit mit erhöhter Aufmerksamkeit. Nach wie vor treten ASP-Fälle bei Wild- und Hausschweinen in Polen, Litauen, Lettland und Estland sowie in Russland, Weißrussland und der Ukraine auf. Das erfordert weitreichende Vorsorgemaßnahmen auf verschiedenen Ebenen, damit die Tierseuche sich nicht in Europa und nach Deutschland ausbreiten kann.

Plakate zur Aufklärung in verschiedenen Sprachen

Das BMEL startet in der kommenden Woche eine Aufklärungskampagne an Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen. In insgesamt elf Bundesländern (Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) informieren Warnplakate über die ASP. Reisende werden aufgefordert, Speisereste nur in verschlossene Müllbehälter zu werfen.

Die Afrikanischen Schweinepest ist eine ansteckende Virusinfektion

Für Haus- und Wildschweine ist die ASP tödlich. Für den Menschen stellt sie keine Gefahr dar. Diese Tierseuche wird entweder direkt über Tierkontakte oder indirekt, z.B. über Fleisch oder Wurst von infizierten Tieren übertragen. Das Virus ist sehr widerstandsfähig und kann auch über Transportfahrzeuge eingeschleppt werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann bereits ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen ausreichen, um die Seuche zu verbreiten. Für Reisende, insbesondere auch Fernfahrer, gilt daher der dringende Hinweis, keine Lebensmittel tierischer Herkunft oder Reiseproviant aus den betroffenen Gebieten Osteuropas mitzubringen.

Eine weitere Gefahrenquelle stellen Jagdprodukte wie Trophäen dar. Aber auch verunreinigte Kleidung und Schuhe können das Virus verbreiten. Daher sind alle Jäger aufgerufen, bei Teilnahme an Jagden in den betroffenen Gebieten besonderen Wert auf hygienische Maßnahmen zu legen. Das BMEL erinnert daran, dass das Mitführen unverarbeiteter Trophäen sowie von Fleisch aus diesen Regionen verboten ist.

Konsequenzen für Tiere und Betriebe

Eine Einschleppung der ASP nach Deutschland brächte neben den Auswirkungen für die Tiere auch schwere wirtschaftliche Folgen mit sich. Ist ein Betrieb von der Seuche betroffen, muss der gesamte Tierbestand getötet werden. Wirtschaftliche Schäden entstehen darüber hinaus für die Tierhalter dadurch, dass großflächige Schutzzonen mit sehr strengen Handels- und Transportverboten eingerichtet werden.

Handzettel zur Aufklärungskampagne gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest