Bild von einer Kuh

Staatliche Tierwohlkennzeichnung - Mitte/Ende 2020 erste gekennzeichnete Produkte im Verkauf

Ein weiterer Schritt zur Einführung des staatlichen Tierwohlkennzeichens ist getan: Die Notifizierung des Gesetzentwurfes durch die EU ist abgeschlossen.

Der Entwurf muss nun, bevor er dem Bundestag zugeleitet werden kann, noch abschließend zwischen den Ressorts abgestimmt und im Kabinett beschlossen werden.

Erarbeitet wird derzeit außerdem die dazugehörige Verordnung, in der unter anderem die konkreten Anforderungen und die Kriterien für die einzelnen Stufen beschrieben werden. Wenn hier ein Entwurf vorliegt, geht dieser – wie zuvor das Gesetz – in die Ressort-, Länder- und Verbändebeteiligung. Die Verordnung unterliegt einem Zustimmungsvorbehalt des Bundestages.

Zuerst Schweine, dann Geflügel und Rinder

Kriterien werden zunächst für Schweine erarbeitet, weitere Nutztierarten wie Geflügel oder Rinder folgen. Die Kriterienerarbeitung für die verschiedenen Stufen des Tierwohlkennzeichens ist dabei jeweils individuell je Tierart vorzunehmen, da die Aufzucht, Haltung und Schlachtung von Schweinen nicht einfach übertragbar ist auf andere Nutztierarten.

Der gesamte Rechtsetzungsprozess soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein, sodass Mitte/Ende 2020 die ersten gekennzeichneten Produkte zu kaufen sein können. Die Markteinführung nimmt Zeit in Anspruch, weil die Ferkel gemäß den Bedingungen des Tierwohlkennzeichens erst aufgezogen werden müssen. Das dauert länger, als wenn nur die Stallhaltung in den Blick genommen wird.

Weitere Informationen

Das staatliche Tierwohlkennzeichen

Die Markteinführung nimmt Zeit in Anspruch, weil die Ferkel gemäß den Bedingungen des Tierwohlkennzeichens erst aufgezogen werden müssen, Quelle: BLE