Bild von einer Kuh

Umfrageergebnis: Haltungsbedingungen der Tiere weiter ein wichtiges Thema für Bürgerinnen und Bürger

Bei der Frage nach ihren persönlichen Erwartungen an die Landwirtschaft nennen 66 Prozent der Befragten auf Platz eins das Wohl der Tiere.

Das ist eins der Ergebnisse einer forsa-Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu Ernährungsgewohnheiten, -wünschen und -trends in Deutschland. Die Ergebnisse der Befragung werden im Ernährungsreport 2018 veröffentlicht.

Bei der Frage nach den Erwartungen an die Landwirtschaft liegt also das Tierwohl noch vor der Qualität der Produkte, der Entlohnung der Mitarbeiter und umweltschonenden Produktionsweisen.  Könnte in Zukunft nur eines dieser vier Ziele tatsächlich umgesetzt werden, so hätten bei zwei von fünf Befragten (39 Prozent) höhere Standards bei der Tierhaltung Priorität. Dies gilt unabhängig davon, ob die Bürgerinnen und Bürger auf dem Land oder in der Stadt leben.

79 Prozent der Befragten befürworten ein staatliches Tierwohllabel. Und sie wollen dafür auch bezahlen: 90 Prozent wären bereit, einen höheren Preis für Lebensmittel zu bezahlen, wenn die Tiere besser gehalten werden als es das geltende Recht vorschreibt.

Es wurde auch gefragt, welchen Aufpreis die Bürgerinnen und Bürger für eine bessere Tierhaltung zahlen würden. Das Ergebnis: Jeder Zweite (52 Prozent) wäre bereit, für ein Kilo Fleisch zum Grundpreis von zehn Euro einen Aufpreis von bis zu fünf Euro zu zahlen.

Weitere Themen des Ernährungsreports sind die Außer-Haus-Verpflegung, die Ernährungsbildung, Herkunft, Herstellung und Zusammensetzung der Lebensmittel sowie die Initiative gegen Lebensmittelverschwendung "Zu gut für die Tonne".

Weitere Informationen

Ernährungsreport 2018

Ernährungsreport 2018, Quelle: BMEL/Thomas Koehler/photothek.net