Bild von einer Kuh

Den Tierschutz im Handel und bei der Haltung von Haus- und Begleittieren verbessern

Was ist konkret geplant?

Der illegale Handel mit Welpen muss beendet werden. Dafür setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit den Ländern und Kommunen ein. Außerdem soll der Tierschutz bei der Haltung und beim Handel mit exotischen Tieren und Wildtieren verbessert werden. Im Pferdesport wird besonders tierschutzgerechtes Reiten durch die Vergabe von Tierschutzpreisen gefördert.

Was ist bisher passiert?

Eine wichtige Maßnahme gegen den illegalen Welpenhandel ist die Aufklärung der Öffentlichkeit, besonders der Hundekäufer. Daher gibt das BMEL auf seiner Internetseite Hinweise, woran Hundekäufer illegale Praktiken beim Welpenhandel erkennen können.

Außerdem hat im Mai 2014 auf Einladung des BMEL erstmals ein Runder Tisch zum Thema illegaler Welpenhandel stattgefunden – mit Vertretern von Vollzugsbehörden, von Tierschutzverbänden, von Tierheimen sowie aus der Hundezucht und dem Zoofachhandel. Ein Ergebnis: In einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern wurde ein Leitfaden erarbeitet. Darin wird das Vorgehen der Behörden bei Verdachtsfällen von illegalem Hunde- und Katzenhandel und dem damit in Zusammenhang stehenden Transport beschrieben.

Zum Handel und zur Haltung von exotischen Tieren und Wildtieren hat das BMEL ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben. Es umfasst Amphibien, Reptilien, Fische, Vögel und Säugetiere. Die Forscher analysierten die aktuelle Situation in Tierhandel und -haltung und schlagen vor, was man am Status Quo unter Tierschutzgesichtspunkten ändern sollte. Sie sollten bei ihren Vorschlägen auch Aspekte des Artenschutzes berücksichtigen. Im Juni 2018 ist der Abschlussbericht der "Exopet-Studie" veröffentlicht worden. Die Berichte liefern erstmals deutschlandweit belastbare Daten und Zahlen zur Anzahl, den Haltungsbedingungen und der Erwerbsart von in Privathaltung lebenden exotischen Tieren und Wildtieren.

Ebenfalls im Jahr 2014 hat das BMEL erstmals gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung beim jährlichen Bundeschampionat in Warendorf/Münsterland Tierschutzpreise für einen besonders pferdefreundlichen Umgang mit Sportpferden vergeben. Der Hintergrund: Bisweilen sind bei Turnieren auf dem Vorbereitungsplatz Praktiken zu beobachten, die nicht mit dem Tierwohl zu vereinbaren sind. Das BMEL will erreichen, dass Reiterinnen und Reiter, aber auch die Richter und das Publikum für das Thema Tierschutz im Pferdesport sensibilisiert werden. In jeder Disziplin des Turniers werden deshalb eine Reiterin oder ein Reiter mit dem Tierschutzpreis "Fairplay mit Partner Pferd" ausgezeichnet. Bewertet werden der Umgang mit dem Pferd, das Verhalten des Pferdes und der tierschutzgerechte Umgang mit der Ausrüstung auf dem Vorbereitungsplatz. Zuletzt wurden die Preise im September 2017 verliehen.

Im Januar 2017 ist ein neues Portal zur Haustierberatung online gegangen: www.haustier-berater.de. Ziel ist die Information über Kosten, Zeit und Pflegebedarf, über die sich jeder bewusst sein sollte, wenn ein Haustier angeschafft wird. Außerdem soll das Bewusstsein geweckt werden, dass der Haustierkauf mit der Übernahme einer großen Verantwortung verbunden ist und es auch alternative Erwerbsmöglichkeiten wie beispielsweise das Tierheim gibt.

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts zu exotischen Tieren und Wildtieren sind im Juni 2018 veröffentlicht worden. Aus diesem Bericht sollen weitere Maßnahmen abgeleitet werden.

Das Haustierportal soll weiter ausgebaut werden und aktuelle Meldungen sollen auf neue Informationen und Entwicklungen hinweisen.

Die Tierschutzpreise im Pferdesport werden auch in den kommenden Jahren bei den Bundeschampionaten in Warendorf vergeben.




Quelle: KreativKolors / Shutterstock.com