Bild von einer Kuh

Sachkundige Tierhalter stehen f├╝r besseres Tierwohl

Das Tierwohl h├Ąngt nicht nur von technischen Faktoren wie Platz oder Licht ab. Es h├Ąngt zu einem wesentlichen Teil auch von den Kenntnissen und F├Ąhigkeiten der Personen ab, die mit den Tieren umgehen. Erkennen sie, wenn es einem Tier schlecht geht und leiten die richtigen Ma├čnahmen ein? Wissen sie, welches Besch├Ąftigungsmaterial f├╝r ein Schwein attraktiv ist? Welche Ma├čnahmen reduzieren das Auftreten von Aggressionen der Tiere untereinander?

Was ist konkret geplant?

In der Initiative des Bundesministeriums f├╝r Ern├Ąhrung und Landwirtschaft (BMEL) ist vorgesehen, dass mit allen betroffenen Kreisen, die mit Tieren beruflich umgehen, die rechtliche Verankerung weiterer Anforderungen an die Sachkunde von Personen diskutiert und die Schlussfolgerungen umgesetzt werden. Dabei soll auch gepr├╝ft werden, ob in gro├čen Tierhaltungsanlagen die Bestimmung eines Experten mit entsprechender fachlicher Ausbildung als Tierschutzbeauftragten zielf├╝hrend sein kann.

Was ist bisher passiert?

In den bisher gef├╝hrten Gespr├Ąchen wurde deutlich, dass verschiedene Gruppen von Personen unterschieden werden m├╝ssen. Auf der einen Seite stehen die Fachkr├Ąfte der Tierhaltung, zum Beispiel Landwirte und Tierwirte, denen im Rahmen ihrer Berufsausbildung Kompetenzen zum sachkundigen Umgang mit den von ihnen zu betreuenden Nutztierarten in den Ausbildungsbetrieben, der ├╝berbetrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule vermittelt werden. Auf der anderen Seite stehen Personen, die keine Ausbildung haben und in der Regel weniger verantwortungsvolle T├Ątigkeiten unter Aufsicht der Fachkr├Ąfte ausf├╝hren. Au├čerdem muss zwischen der Ausbildung einer Person und der nach Abschluss der Ausbildung absolvierten Fort- und Weiterbildung unterschieden werden.

Auch der das BMEL beratende Kompetenzkreis Tierwohl hat die Thematik in mehreren Sitzungen er├Ârtert und eine Stellungnahme abgegeben.   

Wie geht es weiter?

Der Kompetenzkreis Tierwohl ist der Auffassung, dass Sachkunde grunds├Ątzlich durch die Berufsausbildung erworben wird. Betriebsleiter und Mitarbeiter, die im Bereich der Tierhaltung ohne einschl├Ągige Berufsausbildung arbeiten, sollten einen entsprechenden Sachkundenachweis erbringen.

Regelm├Ą├čige, auf die Nutzungsrichtung bezogene Fort- und Weiterbildung ist Voraussetzung zur Beibehaltung und Weiterentwicklung des erworbenen Wissensstandes.

Beratung leistet dar├╝ber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Sachkunde.

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