Bild von einer Kuh

Kompetenzkreis Tierwohl

Damit sich das Tierwohl in der deutschen Nutztierhaltung langfristig verbessert, mĂŒssen Praktiker und Wissenschaftler, Vertreter gesellschaftlicher Gruppen und berufsstĂ€ndischer Organisationen, Tierschutz- und VerbraucherverbĂ€nde sowie die Kirchen eingebunden werden. Der "Kompetenzkreis Tierwohl" sollte diese Gruppen zusammenbringen und Empfehlungen zur Umsetzung der Tierwohl-Initiative des Bundesministeriums fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft (BMEL) erarbeiten.

Was ist konkret geplant?

Zur laufenden RĂŒckkopplung zwischen dem BMEL und allen Beteiligten wurde im Oktober 2014 fĂŒr die Dauer von zwei Jahren der "Kompetenzkreis Tierwohl" berufen. Die darin versammelten Fachleute begleiteten die Umsetzung der Tierwohl-Initiative und unterbreiteten ergĂ€nzende VorschlĂ€ge.

Was ist bisher passiert?

Der "Kompetenzkreis Tierwohl" hat vier Zwischenberichte und einen Abschlussbericht erarbeitet und gemeinsame Empfehlungen ausgesprochen. Darin fordern sie die Entwicklung einheitlicher Kriterien fĂŒr eine flĂ€chendeckende Bewertung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung. Außerdem empfehlen sie einen gemeinsamen Tierschutzplan von Bund und LĂ€ndern. Auf LĂ€nderebene existieren zahlreiche Initiativen, Runde Tische und TierschutzplĂ€ne. Es fehlt jedoch die Koordination der Tierschutz-Maßnahmen. Hier soll sich der Bund stĂ€rker einbringen. Überall dort, wo freiwillige Lösungen nicht erzielbar sind oder nicht greifen, soll er mit neuen verpflichtenden Gesetzen und Verordnungen eingreifen. Der Kompetenzkreis gibt auch Empfehlungen im Hinblick auf den Verzicht auf sogenannte nicht-kurative Eingriffe an Nutztieren, wie das Amputieren von SchweineschwĂ€nzen oder der SchnĂ€bel von Legehennen und Mastputen. Hier mĂŒssten individuelle Lösungen fĂŒr jeden Betrieb ermöglicht werden. Bei dem geplanten PrĂŒf- und Zulassungsverfahren fĂŒr Stalleinrichtungen empfiehlt der Kompetenzkreis, dass nicht nur komplette Systeme, sondern auch einzelne Module zugelassen werden sollten.

Wie geht es weiter?

Der Kompetenzkreis hat am 14. September 2016 seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die Empfehlungen des Kompetenzkreises werden vom BMEL geprĂŒft und nach Möglichkeit aufgegriffen. So beschĂ€ftigt sich das staatliche "Johann Heinrich von ThĂŒnen-Institut" damit, ein Konzept fĂŒr einen Monitoringbericht zum Tierschutz zu erstellen. Um die Zusammenarbeit zwischen Bund und LĂ€ndern beim Tierschutz zu verbessern, hat das BMEL einen Koordinierungsausschuss zum Tierschutz auf StaatssekretĂ€rsebene eingerichtet. Mit dessen UnterstĂŒtzung soll die Vielzahl der Initiativen im Bereich des Tierwohls enger miteinander verzahnt werden und unter anderem ForschungsaktivitĂ€ten besser aufeinander abgestimmt werden.




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