Bild von einer Kuh

DER HALTUNGS-CHECK

WIE WICHTIG IST IHNEN TIERWOHL?

Tierwohl geht uns alle an – nicht zuletzt, wenn wir im Supermarkt an der Fleischtheke stehen. Aber was bedeutet eine tiergerechte Haltung? Sind Tiere grundsätzlich in kleinen Ställen besser aufgehoben als in großen? Wie steht es mit dem eigenen Verhalten? Bin ich bereit, mehr Geld für Fleisch aus tiergerechter Haltung auszugeben? Und „die Politik“? Ist Deutschland auf dem richtigen Weg?

Machen Sie hier den Haltungs-Check und finden Sie heraus, wie Ihre Haltung ist!

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Porträt einer Kuh, eines Schweins und eines Huhns
Danke, dass Sie beim Haltungs-Check mitgemacht haben!

Wie Sie gesehen haben, ist das Thema Tierwohl komplex. Häufig gibt es deshalb keine einfachen Antworten auf die Herausforderung, die Tiere als unsere Mitgeschöpfe zu schützen. In jedem Fall ist es ein Thema, das uns alle angeht. Auch wenn wir als Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt stehen und uns die Frage stellen, wie die Tiere leben, deren Fleisch wir kaufen wollen.

Mit der Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“ möchte das Bundesministerium Verbrauchern und Tierhaltern einen Rahmen bieten, um die Tierhaltung in Deutschland wirksam zu verbessern. Zugleich muss die Tierhaltung in Deutschland auch wirtschaftlich bleiben. Denn dem Tierwohl wäre nicht gedient, wenn sich die Tierhaltung in andere Länder verlagern würde.

Sie möchten über Themen und Aktivitäten der Initiative auf dem Laufenden bleiben? Dann informieren Sie sich hier oder auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Illustration einer traurig blickenden Kuh
Danke, dass Sie beim Haltungs-Check mitgemacht haben!

Wie Sie gesehen haben, ist das Thema Tierwohl komplex. Häufig gibt es deshalb keine einfachen Antworten auf die Herausforderung, die Tiere als unsere Mitgeschöpfe zu schützen. In jedem Fall ist es ein Thema, das uns alle angeht. Auch wenn wir als Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt stehen und uns die Frage stellen, wie die Tiere leben, deren Fleisch wir kaufen wollen.

Mit der Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“ möchte das Bundesministerium Verbrauchern und Tierhaltern einen Rahmen zu bieten, um die Tierhaltung in Deutschland wirksam zu verbessern. Zugleich muss die Tierhaltung in Deutschland auch wirtschaftlich bleiben. Denn dem Tierwohl wäre nicht gedient, wenn sich die Tierhaltung in andere Länder verlagern würde.

Sie möchten über Themen und Aktivitäten der Initiative auf dem Laufenden bleiben? Dann informieren Sie sich hier oder auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Illustration einer neutral blickenden Kuh
Danke, dass Sie beim Haltungs-Check mitgemacht haben!

Wie Sie gesehen haben, ist das Thema Tierwohl komplex. Häufig gibt es deshalb keine einfachen Antworten auf die Herausforderung, die Tiere als unsere Mitgeschöpfe zu schützen. In jedem Fall ist es ein Thema, das uns alle angeht. Auch wenn wir als Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt stehen und uns die Frage stellen, wie die Tiere leben, deren Fleisch wir kaufen wollen.

Mit der Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“ möchte das Bundesministerium Verbrauchern und Tierhaltern einen Rahmen zu bieten, um die Tierhaltung in Deutschland wirksam zu verbessern. Zugleich muss die Tierhaltung in Deutschland auch wirtschaftlich bleiben. Denn dem Tierwohl wäre nicht gedient, wenn sich die Tierhaltung in andere Länder verlagern würde.

Sie möchten über Themen und Aktivitäten der Initiative auf dem Laufenden bleiben? Dann informieren Sie sich hier oder auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Illustration einer glücklich blickenden Kuh

In Deutschland können Verbraucher zwischen Eiern aus unterschiedlichen Haltungsformen wählen. Für welche Eier entscheiden Sie sich?

Eine Hand greift nach einem Ei aus einem Karton.
Ich kaufe Eier aus Biohaltung.

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen Bio-Eier, genau wie Sie. Fast jedes zehnte in Deutschland gekaufte Ei ist „bio“. Das waren 2013 bereits 30 Prozent mehr als 2010. Der Stempel auf dem Ei verrät: Für die Hennen bedeutet die „0“ auf dem Ei eine Haltung nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung (mehr Platz im Stall, Auslauf im Freien, ökologisch erzeugtes Futter).

Mir ist es wichtig, dass die Eier aus Freilandhaltung sind.

Damit sind Sie nicht alleine. Ein Viertel aller in Deutschland gekauften Eier stammt aus Freilandhaltung. Hennen in Freilandhaltung können ihre natürlichen Verhaltensweisen besser ausleben als in der Bodenhaltung, denn zusätzlich zum Stall können sie sich tagsüber auch im Freien aufhalten. Eier aus Freilandhaltung erkennen Sie an der „1“ auf dem Stempel!

Das ist mir egal.

Jeder Deutsche isst durchschnittlich etwa 230 Eier im Jahr. Beim Kauf haben Sie die Wahl zwischen Eiern aus ökologischer Erzeugung, Freilandhaltung oder Bodenhaltung. Die meisten (64 Prozent der Deutschen) bevorzugen Eier aus Bodenhaltung, danach folgen die Freilandhaltung mit rund 25 Prozent sowie die ökologische Erzeugung mit rund 9 Prozent. Wo das Ei herkommt, sehen Sie am Stempel auf dem Ei! Bei Bodenhaltung ist die erste Ziffer des Codes auf dem Ei die „2“, Eier aus Freilandhaltung erkennen Sie an der „1“ und die „0“ auf dem Ei verrät eine Haltung nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung. Hier haben die Hennen mehr Platz im Stall, Auslauf im Freien und ökologisch erzeugtes Futter.

Laut Umfragen ist die Mehrheit der Verbraucher bereit, für Fleisch aus besonders tiergerechter Haltung mehr Geld zu bezahlen. Sie auch?

Eine junge Frau mit Einkaufskorb vor einer Fleischtheke
Nein, für mich sollen Produkte vor allem günstig sein.

Wenn Sie bei Lebensmitteln immer die günstigsten Produkte wählen, können Sie sich auf die Einhaltung der gesetzlichen Mindeststandards verlassen. Was die Lebensbedingungen der Nutztiere angeht, gibt es jedoch immer Verbesserungsmöglichkeiten, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Darum hat das Bundeslandwirtschaftsministerium die Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“ ins Leben gerufen.

Ich bin nicht sicher. Ich sehe es dem Fleisch ja nicht an, wie das Tier gehalten wurde.

Dem Fleisch sehen Sie es nicht an – aber der Verpackung oder dem Schild an der Fleischtheke. Denn der Handel bietet auch Fleisch immer öfter als Bio-Produkt an. Außerdem gibt es spezifische Label, die auf bessere Lebensbedingungen für die Tiere hinweisen. Wenn Sie mehr Tierwohl unterstützen möchten, dann schauen Sie zum Beispiel beim Kauf darauf, ob Sie auf der Fleischverpackung das Logo eines Tierwohl-Labels finden! Mehr Einkaufshilfen finden Sie hier.

Auf jeden Fall. Für mehr Tierwohl zahle ich gerne mehr.

Mit dieser Haltung liegen Sie im Trend: Laut BMEL-Ernährungsreport 2016 wären fast 90 Prozent bereit, mehr zu zahlen, wenn Tiere dafür besser gehalten werden. Wenn Sie beim Fleischkaufen auf Bio- und Tierwohl-Siegel achten, leisten Sie einen Beitrag zu mehr Tierwohl bei Aufzucht, Mast und Transport von Nutztieren.

Die Nutztierhaltung hat für die deutsche Landwirtschaft große Bedeutung. Rund 13 Mio. Rinder, 28 Mio. Schweine und 40 Mio. Legehennen leben in deutschen Ställen.

Was ist Ihnen beim Thema Tierhaltung wichtig?

Kuh, Schwein, Huhn
Bislang habe ich mich mit den verschiedenen Haltungsformen von Nutztieren noch gar nicht auseinandergesetzt.

Dann wird’s aber Zeit! Denn Tiere als unsere Mitgeschöpfe haben es verdient, dass wir bei ihrer Nutzung ihre artgemäßen Bedürfnisse berücksichtigen. Dies hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob sich die Verbraucherinnen und Verbraucher dafür engagieren.

Ich finde es wichtig, dass alle Formen der Nutztierhaltung in Deutschland den gesetzlichen Standards entsprechen.

Das tun sie auch. Für die Haltung von Nutztieren schreibt der Gesetzgeber vor, dass ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend gehalten und unnötiges Leid vermieden wird. Mit seiner Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“ will Bundesminister Schmidt außerdem mit den Tierhaltern und allen Wirtschaftsbeteiligten gemeinsam den Tierschutz weiter voranbringen. Wenn Sie als Verbraucher mehr für den Tierschutz tun wollen, können Sie beim Einkauf auf besondere Kennzeichnungen achten.

Tiere sollten möglichst artgerecht gehalten werden – mit viel Platz, Auslauf und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Mehr Tierwohl steht bei Ihnen mit auf dem Einkaufszettel. Doch höhere Standards für Tierhaltung und Produktion gibt es nicht umsonst. Das Fleisch aus besonders tiergerechter Haltung ist teurer als Fleisch von Tieren, die entsprechend den gesetzlichen Mindeststandards gehalten wurden. Diese Einkaufshilfen helfen Ihnen beim Kauf von Fleischprodukten besonders auf den Tierschutz zu achten.

Große Tierhaltungsbetriebe mit großen Ställen oder kleine Betriebe, die weniger Tiere halten, was ist für den Tierschutz besser? Wo steht Ihrer Ansicht nach das Tierwohl besonders im Vordergrund?

Kuhherde auf einer Wiese vor einem landwirtschaftlichen Betrieb
Bei Betrieben mit großen Tierbeständen

Das Tierwohl und eine artgerechte Haltung sind nicht von der Größe des Betriebes abhängig. Oft können größere Betriebe, die viele Tiere halten z. B. mehr für die Modernisierung der Ställe ausgeben, mehr in Tiergesundheit und Tierwohl investieren. Entscheidend sind Kriterien wie Stallklima, Hygiene sowie Qualität der Betreuung der Tiere.

Bei kleinen Familienbetrieben

Das kann so sein, stimmt aber nicht in jedem Fall. Denn Tierwohl ist nicht von der Betriebsgröße abhängig. Die sogenannte Anbindehaltung etwa, bei der Rinder oft lange fest angebunden im Stall stehen, ist vor allem auf kleineren Höfen anzutreffen, während größere Betriebe häufiger über moderne Laufställe verfügen. Entscheidend sind Kriterien wie Stallklima, Hygiene sowie Qualität der Betreuung der Tiere.

Die Betriebsgröße ist nicht entscheidend.

Die Größe eines Betriebes oder seines Bestandes hat keinen nachgewiesenen Einfluss auf das Tierwohl oder die Tiergesundheit. Entscheidend sind Kriterien wie Stallklima, Hygiene sowie Qualität der Betreuung der Tiere.

Sollte Deutschland in Sachen Tierwohl in Europa eine Vorreiterrolle einnehmen?

Kuh auf sonniger Wiese
Ja, das sollte die Bundesregierung unbedingt tun.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat sich zum Ziel gesetzt, dass Deutschland Trendsetter beim Tierwohl wird. Er will Vorbild in Europa sein. Im gemeinsamen europäischen Markt ohne Handelsschranken ist es aber nur sehr bedingt möglich, Maßnahmen im Alleingang zu beschließen. Zum einen gibt es im Bereich des Tierschutzes bereits zahlreiche EU-Verordnungen, die für alle europäischen Länder gelten. Außerdem sind die Märkte so eng vernetzt, dass nationale Alleingänge zu Wettbewerbsverzerrungen führen würden. Daher arbeitet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bereits intensiv mit anderen europäischen Ländern zusammen, um die Standards gemeinsam zu verbessern.

Lieber nicht, denn mehr Tierwohl bedeutet einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ländern, in denen andere Standards gelten. Besser, wir machen nicht mehr als der Rest.

Ja, nationale Alleingänge können den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren. Das Tierwohl ist aber ein wichtiges gesellschaftliches Thema, das in vielen Ländern in Europa intensiv diskutiert wird. Daher arbeitet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft intensiv mit anderen europäischen Ländern zusammen, um die Standards gemeinsam zu verbessern.

Beim Tierwohl sollte sich Deutschland eng mit seinen Nachbarländern abstimmen und gemeinsam konkrete Verbesserungen vereinbaren.

Genau dies ist die Strategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Denn nationale Alleingänge können den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren. Zudem gibt es im Bereich des  Tierschutzes bereits zahlreiche EU-Verordnungen, die für alle europäischen Länder gelten. Über mehr Tierwohl wird auch in anderen Ländern Europas intensiv diskutiert. Daher arbeitet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit anderen europäischen Ländern zusammen, um die Standards gemeinsam zu verbessern.

Brauchen wir überhaupt noch Tierversuche? Wie stehen Sie dazu?

Hände in blauen Laborhandschuhen halten weiße Maus
Tiere sind mir egal. Wenn kosmetische und medizinische Produkte durch Tierversuche sicherer werden, hat das Priorität.

In Deutschland werden rund zwei Millionen Wirbeltiere jährlich in Tierversuchen und für andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Aber schon jetzt dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Alternativmethoden vorhanden sind. Tierversuche für die Entwicklung von Kosmetika sind in Deutschland seit 1998 grundsätzlich verboten. Für die Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln und anderen Produkten (wie zum Beispiel Lebensmitteln) sind jedoch teilweise noch Tierversuche erforderlich. Es ist das Ziel des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die Zahl der Tierversuche zu verringern und diese langfristig ganz zu ersetzen.

Tierversuche müssen sein, aber die Tiere sollten anständig behandelt werden.

So sieht es das geltende Tierschutzrecht auch vor: Die Grundlagenforschung ist einer der Zwecke, für die Tierversuche zulässig sein können. Dabei wird aber jedes beantragte Versuchsvorhaben einer intensiven Prüfung unter anderem im Hinblick auf die ethische Vertretbarkeit und mögliche Belastungsminderungen der eingesetzten Tiere unterzogen. Das Ziel des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) ist es, Tierversuche langfristig ganz zu ersetzen. Deshalb unterstützt das BMEL die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen.

Ich bin grundsätzlich gegen Tierversuche. Das muss doch auch anders gehen.

Da Tierversuche aus Sicht des Tierschutzes immer problematisch sind, ist es das langfristige Ziel des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Tierversuche komplett zu ersetzen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt deshalb die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen.

Sind Sie der Meinung, der Tierschutz sollte als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden?

kleine Statue der Justizia neben rotem Buch
Der Tierschutz steht bereits im Grundgesetz.

Glückwunsch, Sie sind gut informiert: Im Jahr 2002 wurde Artikel 20a des Grundgesetzes ergänzt und lautet seitdem: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung ...“. Damit wurde der Tierschutz ausdrücklich zum Staatsziel. Das bedeutet, dass der Gesetzgeber und die Verwaltung den Tierschutz fördern müssen.

Ja, das sollte dringend passieren.

Das Grundgesetz ist bereits im Jahre 2002 um das Staatsziel Tierschutz ergänzt worden. In Artikel 20a des Grundgesetzes heißt es seither: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung ...“.

Nein, im Grundgesetz sollte es in erster Linie um die Menschen gehen, nicht um Tiere.

Das Grundgesetz ist bereits im Jahre 2002 um das Staatsziel Tierschutz ergänzt worden. Dennoch steht im Zentrum des Grundgesetzes weiterhin der Mensch. Das Staatsziel Tierschutz bedeutet, dass der Gesetzgeber und die Verwaltung bei ihren Entscheidungen den Tierschutz fördern müssen.